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Enduro-Silvester 2010

Silvester 2010

Mit der Enduro in Südfrankreich

Die 1050 km nach Südfrankreich wollte ich meiner HEOS nicht auf dem Hänger antun. Also Rad und Gabel raus und Moped in´s Auto. Wenn man den Tank und Vergaser entleert, bleibt man von einschläfernden Düften verschont.

Mein Standort und Ausgangspunkt der Touren: http://www.las-clauzes.de/

Ich war schon öfters da aber nie mit der Option auf geführte Endurotouren.

 Die erste Tour war relativ locker, zum Anwärmen sozusagen.

Nach dem extremen Winter in Deutschland kam beim Anblick furztrockener Singletrails Freude auf.

Die Steilabfahrten waren anfänglich noch moderat.

 

Ein Übungsgelände par exellence, die Anfänger konnten sich langsam an die Gegebenheiten ran tasten

Meine Moped in illustrer Gesellschaft. Der leider verstorbene Erbauer der HEOS wird wohl nicht im Traum daran gedacht haben, dass sein Spezialapparat mal vor einer südfranzösischen Kneipe stehen wird.

 

 

 Auf einmal kam Jörg aus dem Tunnel raus.

Pause, irgendwo in den Bergen.

 

Holger, Chef des Hauses und Ober-Tourgide, bestand öfters mal auf Pausen an Orten mit historischer Bedeutung. Das waren in der Regel Kneipen oder wie hier, ein versteckter Rückzugsort der Resistence im spanischen Bürgerkrieg.

Hier die (derzeit trockene) Wasserstelle des Anwesens. Solche Orte würde man ohne Tourgide nie finden.

 

Rast im Cafe vor historischem Hintergrund. Wir saßen meistens draussen und ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen.

Das ist eine Kawasaki KLX 250. Dieses Moped wurde mir von Charlotte ausgeliehen (danke nochmals), weil ich meine HEOS wegen einer Zerrung und Hüftproblemen nicht mehr ankicken konnte. Das rettete mir sozusagen den Urlaub. Ich kam damit jedenfalls auf Anhieb klar.

 Noch ein Ort, den man nie ohne Tourgide finden würde!

Der erste und einzige Kontakt mit dem feuchten Element, irgendwo oben in den Wolken.

 

 

In der Clubbar des ortansässigen Enduroclubs kamen wir auch mit verdreckten Klamotten rein.

 

 

Das Grab des Dichters Henry Bataille, am Ortsrand von Moux. Etwas extravagant, könnt mir aber gefallen.

 Im Hotel konnte man mehrere Weinsorten ausprobieren (und kaufen).

Die letzte und härteste Tour, hier ein typischer Singletrail dessen Gefälle leider im Bild nicht rüber kommt.

 Das Endurogelände, im Hintergrund Narbonne.

 Alles drinn, Steilhänge in allen Variationen.

 Wer da hoch kommt, ist gut. Wir haben verzichtet.

Jörg ist mit seinem PS und Kilo-Monster überall durchgekommen. Die Leute von KTM wissen, wie man Enduros baut, auch wenn sie 2 Zylinder haben.

 Wer da wohl gewohnt hat?

 Das Pilger Kirchlein.

 

Am letzten Tag war Kultur angesagt. Unser Ziel war das Dali-Museum in Fiqueres. Hier ein Bild des Meisters.

Der Cadillac. Innen eine Berieselungsanlage, Surealismus pur.

 

 

Die Eingangshalle des Museums. Unter der grauen Platte liegt der Meister. Das Bild hinten wandelt sich, je nach Abstand, vom rückseitigen Porträt der Frau Dalis (Gala) zum Porträt Abraham Lincolns, einfach genial.

 Das "Sofa vom May West"

 Fiqueres

 Cafe draussen und Deutschland friert im Schnee.

 Abstecher nach Cadaques, ein Ort an dem Dali ebenfalls wirkte.

 Cadaques

 Cap de Creus

 Cap de Creus

Abschluss der Woche, das Silvestermenü. Im Raum steht immer noch die legendäre Honda CB 450

Die tagsüber verbrauchten Kalorien mussten ausgeglichen werden. Hier das Angebot an Silvester.

Nachbetrachtung:

Das hat Laune gemacht. Bei bestem Wetter 4-6 Tage Enduro mit Tourgides in top Landschaft. Und ich hab wieder Glück mit dem Wetter gehabt. Nette Leute kennengelernt, gutes Essen und wieder im Ausgangszustand heimgekommen. Das macht Lust auf Mehr. Ich muss noch mal anmerken, dass solch eine Veranstaltung nur mit Tourgides funktioniert, sonst fährt man blöd in der Gegend rum. Für den Service bin ich auch bereit, etwas zu bezahlen. Für mich immer wieder bemerkenswert, die gute Kommunikation zwischen den (meist deutschen) Endurofahrern und der Bevölkerung. So wurden wir immer von Wanderern und Jägern freundlich gegrüsst (!?!). Um an diesem Umstand nichts zu ändern, sind wir stets  langsam an Personen vorbei gefahren. Einmal haben wir die Mopeds sogar an einer Ziegenherde vorbei geschoben. Das merken sich die Leute. Auf jeden Fall hatte ich wieder eine Woche Frühling mitten im Winter.

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