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Pyrenäen 2006

 Pyrenäen 2006

Unterwegs vom  21.07.- 30.07. 2006

Dieter und ich haben im Vorfeld Informationen aus Literatur und Internet ausgesucht und einiges auf den Michelin-Karten markiert. Hauptsächlich die weißen Nebenstrassen, einige Gorges (Schluchten) und natürlich jede Menge Pässe. Wir wollten ursprünglich in einem Rutsch von Idar-Oberstein an die spanische Grenze fahren. Wir haben aber wegen der großen Hitze umdisponiert. Im  
Autoreisezug Neu-Isenburg-Narbonne wurden kurzfristig zwei Plätze frei und so haben wir das mal ausprobiert. Kosten pro Mann/Maschine 195 EU. Für Frühbucher gibt es gelegentlich Sondertarife für das Motorrad (9,90 EU), womit das Preis-Leistungsverhältnis (88,90 EU insgesamt) jeder wirtschaftlichen Vergleichrechnung standhält. Zählt man Benzinkosten, Autobahngebühren, (Reifen-) Verschleiß für die ca. 1100 Km zusammen und die Tatsache, dass man einen Tag einspart, ist der Autoreisezug eine Alternative. Schlafgelegenheit und Frühstück sind im Preis drin.
Einchecken war um 19.00 Uhr, Abfahrt ca. 20.30 Uhr.

 

Beim Auf- und Abfahren ist Sturzhelm vorgeschrieben, Fahrer mit Enduros und hohem Tankrucksack müssen die Birne ganz schön einziehen. Die Motorräder werden einwandfrei befestigt.

Das ganze Verladerei läuft  professionell ab, kein Vergleich zu den Fähren im Mittelmeer. So haben die Jungs vom Verladeteam eine BMW R 1200 GS, deren Lenkradschloss sich nicht mehr öffnen ließ, kurzerhand mit eingeschlagenem Vorderrad auf einen umfunktionierten Gepäckwagen gestellt und so auf den Zug geschoben. Der inzwischen eingetroffene BMW-Notdienst konnte das Problem so noch rechtzeitig vor der Abfahrt lösen. Auf dem anderen Gleis stand ein Autozug, der nach Rostock ging. Nach dem Aufladen blieb noch genügend Zeit, um mit anderen Reisenden ins Gespräch zu kommen. Nach der Abfahrt haben wir uns  im (klimatisierten) Zugrestaurant einen Salat reingedrückt, dann rein in die Betten. Das Abteil haben wir uns mit einem älteren Ehepaar geteilt, das den Zug schon in Avignon verließ, so dass wir bis zur Ankunft in Narbonne im Abteil erst mal alleine gefrühstückt haben.
Ankunft in Narbonne so gegen 10.30. Was mit der BMW R 1150 RT geschah, die sich in der Nacht ihrer Bordspannung entledigt hatte, weiß ich nicht. Auf jeden Fall sprangen unsere Mopeds sofort an und wir konnten schon diesen Tag nutzen, um ins Kurvengewirr  abzutauchen.
Auf die N 113 bis Lézignan, dann auf die D 212 nach dem sehenswerten Lagrasse, schon auf einer echten weißen Michelin-Strasse nach Mouthoumet über Auriac durch den Georges de Calamus, den man nicht auslassen sollte.

Badeweiher vor dem Gorges de Calamus. Von der Sorte gab es jede Menge

Gorges de Calamus

Die Erimitage am Gorges, leicht zu Fuß erreichbar

Die D2 bis Ille-s.-Tet durch den Gorges  Boules auf der D 13 nach Ceret und dann die D 13 f  über den Col de la Brousse nach  Super las Illas bzw nach St. Martin de- Fenollar. Diese D 13 f erinnerte mich an den Gavia-Pass in den Dolomiten: einspurig durch dichten grünen Wald, überhaupt kein Verkehr, sagenhaft. Dann haben wir uns über die Schnellstrasse N2 über die Grenze zu unserem ersten Quartier, dem  
Casa Holly  bei Agullana geschafft. Das Casa Holly ist mittlerweile ziemlich bekannt, liegt etwas abseits und wird in der Vor- und Nebensaison auch von der Geländefraktion belegt.

Unschlagbar der Swimmingpool, in den wir uns nach der Tour wie die Teebeutel abgelegt haben um bei einem kühlen Bier die Körpertemperatur abzusenken.

Gefrühstückt wird gemeinsam an einem großen Tisch. Aber Frühaufsteher sei gesagt, es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Frühstücksbeginn und dem Nachhausekommen des Gastgebers am Abend zuvor. Um 8.00 Uhr Frühstücken ist nicht, es wird meistens 10.00 Uhr.
Vielleicht lag es in der Woche auch daran, dass Torsten Hollmann (Holly) seine langjährige Freundin Gabi heiratete und noch unter den Nachwirkungen der Feierlichkeiten litt.

Am nächsten Tag sind wird zum See Panta de Poadella gefahren. Eine sehr schöne Badegelegenheit und eine echte Alternative zum ca. 40 km entferntem Meer. Am See gibt es alles was man braucht, Sandstrand, Insel und Restaurants

 

 

Der Badesee Panta de Poadella, ca. 15 Min. von Casa Holly entfernt

Ja, ja, wie gerne wären wir ins Wasser gesprungen aber Fahren war angesagt und so sind wir  über die Gl  503 wieder nach Frankreich über Coustoges zur D 115, Kurven ohne Ende, wie in Sardinien, nach Prats- de – Mollo und dort in dem sehr schönen Ort einen Kaffee getrunken.

Prats-de-Mollo

Dann wieder ein Stück zurück nach le Tech und auf die kleine D 44, die einspurig durch einen Wald führt und dann unversehens auf die D 54 führte, die uns den ersten Schotterpass bescherte.

In Amélie-les-Bains-Ralalde haben wir an Dieters KTM die losgeschüttelte Batterie befestigt und sind dann über die Schnellstrasse wieder zur Unterkunft gefahren.

Am nächsten Tag ging´s von  der Unterkunft  über Fiqueres  auf der N 260 nach  Olot über den Col de Coubet und den Col  de Canes nach Ripoll und dann über die N 152  nach La Molina. Dazwischen der Collada de Toses, der es mit jedem Alpenpass aufnehmen kann. Berücksichtigt man die Länge, Streckenzustand und Verkehr, ist das eine Empfehlung für alle, die gerne ungestört Schräglage fahren wollen.

Collada de Toses

Dann sind wir Richtung Perpignan auf der N 116 gefahren. Kaffeestop in Villefranche-de-Conflent (schön) und kurze Besichtigung von Prades (schön).

Villefranche-de-Conflent

Dann auf dem schnellsten Weg heim in den Pool.

Am nächsten Tag wollten wir uns nach Andorra orientieren.
Zuerst auf die kleine Strasse in Richtung Stausee nach Terrades (schön), auf die N 260 westlich bis Olot , dann Ripoll, die C 26 bis Berga und dann wurde es wieder interessant: die BV 4241, die uns über St. Llorenc de Morunys und La Coma führte brachte den üblichen Fahrspaß auf verkehrsarmer, kurviger Strecke. Der normale Wegweiser, der uns in Tuixén den Weg nach Montan, wies, verschwieg, dass uns ca. 30 km übelster Schotter-/Geröllpiste bevorstand. Auf dieser Strecke wünschte ich mir sehnlichst meine Dominator. Bei dem Gedanken, irgendein Defekt in der Mitte der Strecke zu bekommen,  wird mir heute noch schlecht. So haben wir es dann defektfrei bis auf  C 14 geschafft, die uns durch Andorra nach la Massana zu unserem nächsten Hotel brachte.

 Der Schotterpass. Wer mal ca. 30 km auf Schotter fetzen will, dem sei diese Strecke empfohlen.

Zu Andorra: Man muss das Chaos einmal im Leben gesehen haben aber einmal genügt. Im Verkehr herrscht die totale Anarchie. Am Wochenende muss es noch schlimmer sein. Den Versuch, einer einheimischen Motorrad-Lady zu folgen, die uns den Weg zum Hotel zeigen wollte, habe ich nach einer halben Minute abgebrochen. Wir haben trotzdem noch Zeit gefunden, in einem der zahlreichen Motorradläden hineinzuschauen. Soweit ich das beurteilen kann, sind hochwertige Cross-Klamotten, gute Helme und  Stiefel ca. 20 % billiger. Bei den normalen Textilsachen kann Gericke und Co. locker mithalten.
Das  
Hotel Residencia Aldos  in La Massana/Andorra wird von einem Holländer geführt, der früher mal Cross fuhr. Klar, dass er seinen Gästen geführte Gelände-Touren rund um Andorra anbietet. Man kann dort 4-6 Tage mit eigenen oder Mietmotorrädern das Gelände erkunden.

Der Schotterpass. Wer mal ca. 30 km auf Schotter fetzen will, dem sei diese Strecke empfohlen. 

Da steht allerhand orangenes Zeugs im Keller vom Hotel


Am nächsten Morgen ging´s wieder durch Andorra zurück auf der  N145  in südliche Richtung bis Abzweig  N260 in Andrall, auf der  N 260  bis Abzweig  Espot, dort im Skigebiet einen Capo und  wieder auf die C13 bis Esterri d´ Aneu und mit Eintritt auf die kleine C 147 auf eine der schönsten Strecken der ganzen Tour. Diese kleine  Strasse führt, anfangs noch geteert, entlang dem  La Noquerra Pallaresa bis Baqueira. Der erste Teil von Alos dÍsil bis Montgarri verlangt eigentlich nach einer Enduro, landschaftlich sehr schön, Wasserdurchfahrten und einige Engstellen. So begegnen einem vorwiegend Allradler.

Für mich eine der schönsten Stellen auf der Tour, die C 147

Rastplatz auf der C 147

Der letzte Teil von Montgarri, wo sich eine Kirche und ein Ausflugsrestaurant befindet, wird aus der anderen Richtung von Pla-de-Beret  gerne auch mit normalen Fahrzeugen besucht.

Strecke von Montgarri bis Pla-de-Beret, könnte man auch mit einem normalen Motorrad befahren.

Pla-de-Beret, ein typischer Wintersportort, war Ziel der 11. Etappe der diesjährigen Tour de France. Von Pla-de-Beret fahren wir die vielen Kurven  der Radstrecke lieber runter in Richtung  Vielha, ein Genuss.

Strecke runter von Pla-de-Beret

Dann nördlich bei Bossòst folgt der Abzweig  auf den Col del Portilón, der kurvenreich zum mondänen Kurort  Bagnères-de-Luchon führt. Auf die Kur haben wir verzichtet und sind gleich auf den Col de Peyrasourde (noch mal Kurven, Kurven) bis Arreau, von dort durch den Tunnel  Túnel de Bielsa nach Ainsa westlich auf die N 260. Ein kurzer Stop am Geisterdorf am Ria Ara (ich liebe Geisterdörfer) und weiter zu unseren nächsten Hotel  in Torla, am Beginn des Ordesa Nationalpark.

Das Geisterdorf am Rio Ara

Torla ist ein Ort, an den ich mit Sicherheit wieder hinfahren werde, nicht unbedingt mit dem Motorrad. Wandermöglichkeiten, Rafting, Mountainbiking oder einfach nur Urlaub machen. Flippische Leute aller Nationen, schöne Kneipen und akzeptable Preise. Wir wohnten im letzten Hotel (Hotel Abetos) vor dem Nationalpark, der übrigens nur mit dem Bus erreichbar ist.

Unser Hotel  in Torla und Blick auf den Ordesa Nationalpark

 

Torla

Am nächsten Tag sind wir von Torla südlich bis Sarwise, dort östlich abgebogen auf dem kleinen Sträßchen nach Fanlo. Im späteren Verlauf der Strasse blickt man nach unten auf den Rio Vellos

Blick runter in die Schlucht, wäre mal eine Exkursion wert gewesen.

Dort scheint der alte Weg verlaufen zu sein. Irgendwie kommt man da runter, uns hat die Zeit gefehlt. Auf jeden Fall haben sich dort einige Leute aufgehalten. Dann weiter bis Ainsa. Schöner Ort mit Burg, in deren Innenhof ein Festival veranstaltet wurde.

Ainsa

Dann sind wir entlang den Rio Guarga in westliche Richtung gefahren und sind über Jaca auf der langweiligen N 240 in Richtung Pamplona gefahren, um die berühmte Adlerschlucht von Hoz de Arbayún aufzusuchen. Ein Rundkurs, der etwa 10 km nach dem Stausee E.d. Yesa  in Richtung Pamplona beginnt, entschädigt für die fade An- und Rückfahrt von unserem Standpunkt aus. Auf jeden Fall waren jede Menge Raubvögel zu sehen, ob das nun alle Adler waren, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Flugtiere

Hoz de Arbayún

Nachdem wir ausreichend Flugtiere besichtigt haben, sind wir schnellstens über Jaca in Richtung Hotel gefahren. Erwähnenswert  die Strecke von  Biescas nach Torla.

Am nächsten Tag  haben wir uns die Pyrenäen-Klassiker vorgenommen, ohne die Nebenstrecken zu vernachlässigen. Die Strecke von Torla nach Biescas auf der N 260 sieht so unscheinbar auf der Karte aus, hat aber die Messlatte für die folgenden Pyrenäenpässe ziemlich hoch gelegt, Kurven und nochmals Kurven. Dann nach Jaca und hoch in nördliche Richtung  zum Col de Somport. Dazwischen an dem berühmten Euro-Grab Canfranc-Estacion halt gemacht. Dieser Luxus-Bahnhof, der mangels Verwendung nutzlos dasteht, erscheint in fast jedem Reiseführer. Ich war enttäuscht. Die Bilder suggerieren, dass dieser Mega-Bahnhof irgendwo in der Pampa steht. Dem ist nicht so, er steht mitten in dieser Kleinstadt, ist mittlerweile voller Leben und wird zu kulturellen Veranstaltungen genutzt. Viel beeindruckender sind die vielen  nutzlosen Eisenbahnbrücken und Tunnels vor und nach der Station.

Canfranc-Estacion

Dann die D 204 bis Laruns, Col de Aubisque, Gorge de Luz, Col de Tormalet, Rast in der knuffigen Hütte unterhalb der Passhöhe. 

 

Tourmalet

 

Geschafft! Und ganz ohne Doping

Unterhalb vom Gipfel des Tormalets geht eine Schotterweg zu dieser Hütte

Leider hatten wir ziemlich Nebel oben auf dem Gipfel. Die Klassiker Aubisque und Tourmalet leben von ihrem Mythos, verstärkt durch die Ereignisse der Tour de France. Rein vom Fahrvergnügen bieten sie nichts Besonderes. Ein paar Kilometer unterhalb der Passhöhe am Tourmalet muss man sich durch bevölkerte Touristendörfer quälen. Da waren uns die kleinen Pässe, die sich mitunter über 30 km zogen, viel lieber. Kurz vor Bagneres ging es   Richtung Gerte D480, D 26, D77, D17,  La Barte de Neste, D 938 bis Montreau, Barbazan, N 125, D33, bei Fronsac auf die D 618, Col de Buret, Col de Port de Aspet (schön) bis St. Lary, unserem nächsten  Übernachtungsort  
Auberge Isard

Blick aus dem Hotelzimmer

Am nächsten Tag ging es von St.-Lary nach St. Girons , Massat und über den Col de Port nach Tarascon. Der Col de Port war für mich eine der schönsten Stellen auf dieser Tour. 

 

Col de Port

Ach, ich liebe diese unverfälschte Natur, hier am Col de Port. Den schweinischen Kommentar erspar ich mir. Mir fiel im Moment der Aufnahme ein, mich mal wieder daheim bei meiner Frau zu melden.

Dann über Lavelanet über Limoux an Carcassonne vorbei . Wir waren da schon unter Zeitdruck, denn wie kann man an Carcassonne vorbei fahren. Dieter und ich waren schon in Carcassonne, gottseidank in der Nebensaison. Wer noch nicht da war, sollte sich das aber ansehen. Ein riesiger Burgenkomplex mit tollem Innenhof, Restaurants und Geschäften. Dann haben wir auf der Strecke  Zeit verplempert. In Caunes Minervois, auf der D 620 in Richtung St. Pons haben wir uns am Dorfplatz neben dem Brunnen eine etwas längere Pause gegönnt.

Es gibt Stellen, da kann man stundenlang sitzen, hier in Caunes Minervois

 

So was gibt´s nur in Frankreich

Über St. Pons, St. Affrique und Millau sind wir dann schon am späten Nachmittag in den Gorge du Tarn eingedrungen. Ich hatte dort eigentlich mehr Leben erwartet, wir kamen gut durch, konnten ungestört die Landschaft betrachten und freuten uns für die Leute, die dort Urlaub machten.

 

La Malène am Gorges du Tarn

St.Enimie am Gorges du Tarn

Hinter Florac, am Ende der Schlucht, haben wir gleich ein Hotel (Hotel du Luxembourg) gefunden und ein 5-Gänge-Menü verdrückt.

Ich wollte (musste) am nächsten Tag zuhause sein und so blieben uns wenig Gestaltungsmöglichkeiten für den letzten Tag (ca. 1000 km). Erwähnenswert ist die N 88 von Mende bis le Puy-en-Velay, die zeigen, dass auch die roten Strassen auf der Michelin-Karte schön sein können. Was dann kam ist Hirn abschalten und drauf auf die Autobahn. Frankreich bekam Urlaub und uns kamen jede Menge Autos entgegen. St. Etienne, Lyon, Dijon, Nancy, Sarrequemines und heim. Hinter Nancy der erste Regen überhaupt auf der Tour.

Hier meine abschließenden Bemerkungen:

Unser Zeitrahmen war (eng) abgesteckt. Das was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht geschafft. Wir haben zu viel Zeit auf den engen Strassen vertrödelt. Das hat aber soviel Spass gemacht, dass wir uns die übrig gebliebenen Strassen für´s nächste mal vornehmen. Unsere Hotels kann man allesamt empfehlen. Die speziellen Biker-Hotels bieten den Vorteil, dort Gleichgesinnte zu treffen, die einem Tourentipps geben können. Gleiches gilt natürlich für die Hotelbesitzer, die sich in der Gegend auskennen. Die Strassen auf der spanischen Seite sind in gutem Zustand, die Nebenstrecken sind top, Spanien hat in dieser Beziehung aufgeholt. Gleiches gilt für Frankreich, wir sind in Deutschland arm dran, zumindest, was die Strassen anbetrifft. Die weißen Strassen auf den Michelin-Karten sind das Salz in der Suppe, können aber unversehens in einer Schotterstrecke münden, was den Einsatz einer Enduro sinnvoll macht. Dieters KTM ist geradezu prädistiniert für solche Strecken. Mit meiner DL 650 Strom tat ich mich in zwei Passagen etwas schwer, die Dominator wäre mir da lieber gewesen, hätte damit aber auf den schnellen Strecken (Heimfahrt) alt ausgesehen. Kurzum, ideal sind Zweizylinder-Enduros. Unter diesen klimatischen Bedingungen habe ich mit meiner normalen Membran-Jacke große Probleme gekriegt. Ich konnte abends meine T-Shirts ausdrehen, total nass. Da geht nichts ohne Jacke, die Entlüftungsöffnungen hat. Ich hab auf meinen Michelin-Karten unsere Tour mit Textmarker gekennzeichnet und ich sag euch, da sind noch verdammt viele weiße Strassen übrig.

Literatur:
Schäfer, Dirk: "Lust auf Pyrenäen"
Karten: Michelin 526 und Michelin 574

 

Ich war schon mal mit meiner Domi in den Pyrenäen. Im extremen Hitzesommer 2003 fuhr ich 3700 km in 5 Tagen. Die Gegend hatte mich anfangs nicht so sehr beeindruckt aber je länger die Zeit verging, desto mehr fühlte ich mich zu den Pyrenäen hingezogen. Ich bin nun fast jedes Jahr in dieser Gegend.

Schotterpiste oberhalb Peyragudes

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