Georgien Seite 3

Jetzt stand Georgien an. Bei Türkgözü sollte es über die Grenze gehen. Auf dem Weg dahin ging es wieder über hoch gelegene Straßen durch tolle Landstrassen.

Im Film wird deutlich, dass Anatolien kein Motorradparadis ist. Es geht fast nur gerade aus, dafür sind relativ hohe Schnitte möglich. Kaum Verkehr. Es gibt keine Alternativen zu den Schnellstrassen. Wie üblich, ist mit Viehzeug, Traktoren und Polizeikontrollen zu rechnen.

Film (vom Van See an die georgische Grenze)

Als Besonderheit muss man an der Georgischen Grenze eine Versicherung abschliessen. Das geht direkt an der Grenze, ebenso Geldwechsel. Da booking.com in der Türkei gesperrt ist (!), habe ich mir über expedia.de ein Hotel in Tiflis gebucht. Das Hotel liegt günstig, am Place Liberty. Alles da was man braucht, Kneipen, Restaurants, andere Hotels und Busverbindungen. Unter anderem auch das Reisebüro, in dem ich meine Ausflüge gebucht habe. Die Honda blieb stehen, organisiert lief das bestens.

Die Ausflüge beinhalten Abholen und Zurückbringen am Hotel, Eintritte ohne zu warten, Essen und englisch-sprachische Führung.

Die erste Tour führte nach Borjomi (Bordschomi), Gori und Uplistsikhe.

Borjomi ist bekannt für seine Heilquellen.

Fast jeder Besucher füllte das Heilwasser in Flaschen ab.

Borjomi hätte man m.E. auslassen können. Das ganze Gelände machte auf mich den Eindruck eines Rummelplatzes mit Nippesbuden und jede Menge (noch) geschlossener Kinderkarussells.

Dann ging es nach Gori, der Heimatstadt Stalins. Das muss man sich reinziehen. Stalin hat jede Menge Verehrer. Das beweisen auch die unzähligen Touristen aus Russland. Laut Auskunft der Guide ist man so langsam dabei, die andere Seite Stalins aufzuarbeiten.

Das Haus, in dem Stalin kurz wohnte, überdacht.

Der Werdegang des Diktators, mit reichlich Bildern illustriert.

Der Waggon, in dem er unterwegs war.

Museum, innen

 Eines, der beiden Zimmer.

Dritte Station an diesem Ausflugstag: Uplistsikhe (Uplisziche), die Höhlenstadt und eine der ältesten Siedlungen der Menschheit. Die Siedlung besteht aus ca. 700 Räumen, die in den weichen Sandstein eingearbeitet wurden. Gigantisch.

 

Der Ort war ein wichtiges Handelszentrum an der Seidenstrasse.

 

Der folgende Tag sollte für mich einen der Höhepunkte der Reise bringen: das Kazbegi Gebirge. Gleichzeitig der weiteste Punkt meiner Tour, direkt an der russischen Grenze.

Zuerst die Festung Ananuri mit dem georgisch-orthodoxen Kloster und den Wehrmauern. Sie liegt an der legendären georgischen Heerstrasse am Zhinvali Stausee. Das Wetter war bescheiden, ein Grund mehr, die Sache im beheizten Bus anzugehen.

Die Kirche ist für ihre gut erhaltenen Fresken bekannt.

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