In Fes angekommen, stürzten sich gleich die Moskitos auf uns (sogenannte Guides auf Motorrollern). Jeder hatte das beste Hotel anzubieten. Nachdem unser vorgesehenes Hotel belegt war ließen wir dann mal einen gewähren. Der Junge hieß Ötzeman und führte uns in eine Gasse, nahe der Medina. Dort fanden wir dann ein typisches marokkanisches Stadthaus (Riad), liebevoll restauriert. Diese Riads werden zunehmend von reichen Franzosen/Marokkanern restauriert und als Gästehäuser angeboten.

Durchgeschwitzt erwarteten wir unseren Begrüßungstee.

(Von links nach rechts: Judith, Josef, Jochen, meiner einer, Elke)

Blick vom Schlafzimmer aus, innen immer schön kühl.

Das Riad lag sehr günstig, ca. 5 Minuten von der Medina. Die Motorräder standen bewacht auf einem ca. 100 m entfernten Parkplatz.

So standen unsere BMWs. Der Parkwächter bestreitet seinen Lebensunterhalt auf diesem Platz. Für umgerechnet 1,80 EU/Tag/Motorrad haust er in einem selbstgebastelten Verschlag aus Plastikfolien und verbringt auch die Nacht dort. Für ein zusätzliches bescheidenes Trinkgeld hat er sich überschwenglich bedankt.

Ötzeman tat dann das, was Guides gerne tun. Er führte uns zu einem Riad/Restaurant.

Komplett im marokkanischen Stil

Das ist die Vorspeise. Uns wurde die komplette Vorspeise nochmal nachgeschoben mit dem Resultat, dass wir uns völlig überfra......

Blick vom Dach des Restaurants auf das nächtliches Fes, in der Mitte die Moschee.

Mal ein paar Worte zu den Guides: Ötzeman wartete brav, bis wir mit Essen fertig waren und führte uns durch die Gassen zum Riad zurück. Er erhielt von uns für seine Dienste umgerechnet 8 EU. Ich löcherte den Besitzer des Riads so lange, bis er mit der Provision für die Vermittlung des Riads raus rückte: 5 EU/Person. Üblich bei den etwas teueren Riads und 2 Übernachtungen. Sicher hat Ötzeman außerdem seine Provision im Restaurant erhalten, so dass er wohl an dem Tag umgerechnet 40 EU gemacht hat. Gelingt ihm das noch 9 weitere Male im Monat, steht er auf der Gehaltsstufe eines Polizisten oder Beamten.

Die Hausherrin quälte uns mit dem Frühstück. Kaum war der Teller leer, wurde nachgefüllt.

Dann Fes besichtigt,

hier die Arbeitsweise in einer Bäckerei.

Ein dreistöckiger Teppich-Laden.

Handwerkerviertel

 

Ab und zu wird das Tor der großen Moschee geöffnet. Man darf dann dezent fotografieren.

Die Zimmer des Internates der Universität.

In den engen Gassen der Medina geht der Transport per Esel oder Handkarren. Das Kommando "Platz da" klingt so ähnlich wie ein bekannter Fußballspieler von Bayer Leverkusen und war so leicht zu merken "Belleck" !

Kunstvoll hergestellte Türen im Holzmuseum.

Pflichtbesuch im Gerberviertel.

 

Schön zu fotografieren aber unmögliche Arbeitsbedingungen und --- Nase zuhalten!

Eine Kooperative marokkanischer Frauen, die aus Öl Seife, Cremes und Parfüme herstellen.

 

Links Farida Kada, unsere deutschsprachige Guide. Wer Farida buchen möchte, unbedingt vorher anmailen.Sie verlangt für die Führung umgerechnet 27 Eu. Rechts die Chefin des Hauses.

Die Königsfamilie hängt in jedem Haus/Laden. Das nimmt ab, je weiter südlich man kommt.

Am nächsten Tag goss es in Strömen. Die Kameras blieben im Tankrucksack als wir über Ifrane, Azrou, Timahdite über die N8/N13 nach Midelt fuhren. Ansich eine tolle Strecke aber bei Ifrane blinkte die Temperaturanzeige in meinem Display, was so viel bedeutet wie "Frostgefahr". Als wir es nicht mehr aushielten, retteten wir uns in ein Cafe neben einer Tankstelle, haben dort den Boden befeuchtet und diverse Tee getrunken.

In Midelt angekommen, kam Freude auf, Badewanne im Zimmer. Gleich rein. Hotel Kasbah Asmaa kann ich empfehlen, hat noch keine hp aber leicht zu finden, liegt direkt an der Hauptstrasse. Viele Rallye-Mopeds und Allradler dort.

Die Gegend vor Midelt.

 

Moped stand vor dem Zimmer am Pool, so muss es sein!

 

Morgens gut gefrühstückt und los ging´s in Richtung Sahara. Merzouga war unser Ziel.

Stellenweise ewig lange Geraden

Tunnel du Légionaire

Unheimlich vielseitige Landschaft

Im Tal der Oasen. Oases du Ziz

Aaahhh, Sand jede Menge. Schulterklopf, bin in der Sahara!

Unsere Unterkunft, Hotel Auberge Sahara, kann ich empfehlen.

Das ist eine reguläre Strasse da unten!

Der Typ, der da liegt bin ich und ich sag euch, dass mich in dem Augenblick alles am A.... lecken kann (5)

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